Geschichte, Kultur und Religion
La Chaux-de-Fonds / Le Locle

Quartier La Molière

Auch das Quartier La Molière, das zwischen 1902 und 1907 gebaut wurde, beruht auf einer Initiative von Georges Favre-Jacot, der damit Entspannung in den spekulativen Immobilienmarkt seiner Zeit bringen und einigen Arbeitern eine würdige Bleibe ermöglichen wollte. Neun Wohneinheiten sind nebeneinander auf zwei Stockwerken verteilt. Die Häuser sind Nord-Süd ausgerichtet und die Westfassade zeigt in Richtung Sonnenuntergang. Im Norden der Häuserreihe steht ein Wohnhaus mit bürgerlichen Wohnungen und im Süden bildet ein landwirtschaftliches Gebäude den Abschluss. Diese Realisierung ist der Ansatz eines utopischen Projekts für eine - gleich einem Kloster - unabhängige Industriesiedlung und ist Vorreiter der geschlossenen Wohnsiedlung wie sie ab 1975 immer häufiger gebaut wurde und die damals als interessante konstruktive, preiswerte und innovative Art des Städtebaus galt.