Der Abschnitt zwischen Muot und Preda wird auch das "Bahnwunder Albula" genannt. In der Tat ist die Ansammlung von Spiraltunnels, Talquerungen und Galerien weltweit einzigartig. Diese wurden nötig, um die Streckenlänge in der engen Talstufe künstlich um das Doppelte zu verlängern, damit die maximale Steigung und der minimale Radius eingehalten werden konnte.
Vier Brücken führen zwischen Bergün und Preda über die Albula und tragen zugleich auch deren Namen:
Der Albulaviadukt I führt 500 Meter nach Muot ein erstes Mal über den Bergbach.
Länge des Viaduktes: 59 Meter. Höhe: 11 Meter.
Um dem Lawinenhang des „Val Rots“ auszuweichen, setzt die Bahn, wie so oft auf diesem Streckenabschnitt, über den Bergbach hinweg – auf dem 95 Meter langen und 29 Meter hohen Albulaviadukt II.
Aus mehr als 4’000 Kubikmeter Mauerwerk besteht das Albulaviadukt III. Das Viadukt führt in die Lawinengalerie Maliera. Die Narben der für den Bahnbau nötig gewordenen Terrainveränderungen sind heute nicht mehr sichtbar.
Der Albulaviadukt IV ist ein gutes Beispiel dafür, dass bereits beim Bahnbau auch auf Effizienz und Kosten geachtet wurde. So wurden viele Arbeiten normiert. Das Albulaviadukt IV verfügt mit dem Lochtobelviadukt über einen Zwilling und auch die Bogen der Albulaviadukte I und II wurden soweit typisiert, dass die genauen Abmessungen gar einer Tabelle entnommen werden konnten.